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Das war die Verleihung des Österreichischen Filmpreises 2018

Der österreichische Filmpreis 2018 ist vergeben.

Der große Gewinner des Abends war „Die beste aller Welten“. Bester Spielfilm, Regie und Drehbuch für Adrian Goiginger und beste weibliche Hauptrolle (Verena Altenberger) sowie männliche Nebenrolle (Lukas Miko) gingen an den Film über eine Mutter-Kind-Beziehung in der Salzburger Drogenszene. „Untitled“, das letzte Projekt des bei den Dreharbeiten verstorbenen Regisseurs Michael Glawogger, konnte vier von fünf Nominierungen in Auszeichnungen verwandeln. Großer Verlierer war neben Stefan Ruzowitzkys „Die Hölle“ (kein Preis bei sieben Nominierungen) auch irgendwie Barbara Alberts „Licht“, das aus seinen 14 Nominierungen „nur“ fünf Preise mitnehmen konnte.

Hilde Dalik und Christoph Grissemann machten einen passablen Job, verpackten alles, das gerade aktuell ist, in ihre Witze und hatten die Veranstaltung meistens, wie sie mehrfach betonten, unter Kontrolle. Zwischendurch griff vor allem Grissemann auf sein Second Hand-Material zurück und war im Gespräch mit „Stargast“ Max Grodénchik durch sein furchtbares Englisch unfreiwillig komisch. Viele Preisträger gaben zusätzlich zu ihren Dankesworten auch kleinere politische Statements ab. Oder größere. So verlas Lukas Miko einen offenen Brief, in dem er klare Abgrenzung von rechtem Gedankengut forderte, und wurde dafür mit Standing Ovations gefeiert.

Der Versager des Abends war aber wieder einmal der ORF. In vier Sendern konnte man bekanntlich keine Platz für dieses überraschend eingetroffene Ereignis finden und übertrug die Verleihung auf der Facebook-Seite von ORF Kultur. Also es wurde zumindest versucht. Zahlreiche minutenlange Unterbrechungen des Streams sind einfach inakzeptabel. Was jeder B(V)logger schafft, sollte für ein Milliardenunternehmen kein Problem sein.

Hier die Liste der PreisträgerInnen

Bester Spielfilm: „Die beste aller Welten“
Bester Dokumentarfilm: „Untitled“
Bester Kurzfilm: „Mathias von Clara Stern
Beste weibliche Hauptrolle: Verena Altenberger für „Die beste aller Welten“
Beste männliche Hauptrolle: Lars Eidinger für „Die Blumen von gestern“
Beste weibliche Nebenrolle: Maresi Riegner für „Licht“
Beste männliche Nebenrolle: Lukas Miko für „Die beste aller Welten“
Beste Regie: Adrian Goiginger für „Die beste aller Welten“
Bestes Drehbuch: Adrian Goiginger für „Die beste aller Welten“
Beste Kamera: Christine A. Maier für „Licht“
Bestes Kostümbild: Veronika Albert für „Licht“
Beste Maske: Helene Lang für „Licht“
Beste Musik: Wolfgang Mitterer für „Untitled“
Bester Schnitt: Monika Willi für „Untitled“
Bestes Szenenbild: Katharina Wöppermann für „Licht“
Beste Tongestaltung: Manuel Siebert, Sounddesign: Matz Müller, Erik Mischijew, Mischung: Tobias Fleig für „Untitled“