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Kritik: Das finstere Tal

Endlich ein Western aus Österreich. Mit „Das finstere Tal“ zeigt Andreas Prochaska zum wiederholten Male, dass man sich auch als österreichischer Filmemacher nicht vor Genres fürchten muss.

Die Geschichte ist erstaunlich klassisch: ein mysteriöser Fremder (Sam Riley) kommt in das abgelegene Tiroler Bergdorf, in dem der Brenner-Bauer (Hans-Michael Rehberg) und seine Söhne (u.A. Tobias Moretti und Martin Leutgeb) die Einwohner im Griff haben. Richtige Freude über den Besuch kommt dort nicht auf und als die ersten zwei Brenner-Söhne das Zeitliche segnen, wollen die Brenners den unliebsamen Gast wieder loswerden. Doch der hat noch eine alte Rechnung offen und ist nicht nur gekommen, um die Landschaft zu fotografieren.

Mit „Das finstere Tal“ beweist Regisseur Andreas Prochaska wieder, dass er Genres versteht und beherrscht. Ein paar Logik-Lücken im Drehbuch zum Trotz ist „Das finstere Tal“ ein gelungener Film, spannend und unterhaltsam mit tollen Bildern, was im Paket leider eine Ausnahmeerscheinung im Österreichischen Filmschaffen darstellt.

Der Tiroler Dialekt bleibt immer verständlich. Aber auch wenn – durchaus westerntypisch – wenig geredet wird, darf man über das Gesagte und Nicht-Gesagte nicht allzu viel nachdenken. Das Drehbuch von Prochaska und Martin Ambrosch ist, im allerpositivsten Sinne gemeint, hollywoodesque: es soll unterhalten und funktionieren und in einem abgeschiedenen Bergdorf laufen die Uhren halt anders.

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