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Kritik: Gruber geht

Unsere jährliche Rubey-RomCom gibt uns heuer: Marie Kreutzer. Mit ihrem zweiten Spielfilm nach DIE VATERLOSEN gelingt eine durchwegs gelungene Adaption des gleichnamigen Romans von Doris Knecht.

Es gibt sicher lustigere Dinge als Krebs, aber wenigstens trifft es hier keinen Armen. Johann Gruber (Manuel Rubey) lebt sein Großstadtleben mit dem Großstadtjob und einem zynisch-arroganten Blick auf die Welt, bis ihm eines Tages auf einer Dienstreise die DJane Sarah (Bernadette Heerwagen) eher unfreiwillig seine Krebsdiagnose überreicht. Gruber ist aber mehr an der Frau interessiert als an seiner Gesundheit und sieht keinen Bedarf, sein Leben zu verändern.

Im Gegensatz zu anderen romantischen Komödien der vergangenen Jahre, die meist Hirngeburten ihrer Regisseure waren, profitieren der Film und vor allem sein Hauptdarsteller von einer bereits erprobten Romanvorlage. Manuel Rubey, dem größten Opfer von Typecasting in Österreich, kommt das ausnahmsweise einmal entgegen. Trotz der drohenden Gefahr bleibt GRUBER GEHT durchgehend witzig, hält sich aber mangels sozialer Fallhöhe des Protagonisten von den allzu unbequemen Realitäten schwerer Krankheiten fern. Am Ende geht dem Film ein wenig die Luft aus, das Happy-End kommt dann etwas zu plötzlich.

Pluspunkte gibt es für ein durchdachtes Musikkonzept, in dem Bob Dylan und allerlei Dylaneskes nicht zu kurz kommt.

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