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#ÖFilm in Zahlen – Kinobesuche 2016

Zahlen bitte! In dieser Reihe schauen wir uns Zahlen & Fakten zum österreichischen Filmschaffen näher an. Der heimische Film ist in manchen Bereichen erstaunlich leistungsstark, manchmal aber auch überbewertet. Hin und wieder wird aber auch falsch oder übertrieben kommuniziert und in vielen Bereichen gibt es auch noch Steigerungspotenzial.

Heute schließen wird das Kinojahr 2016 ab. Welche Filme hatten am meisten Besucher und welche haben, trotz hoher Aufmerksamkeit, eventuell doch nicht die Massen bewegt. Also wortwörtlich…ins Kino.

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Quelle: Österreichisches Filminstitut; Stand 2.1.2016

Dies und das

  • Eine Statistik über ein Kalenderjahr ist nicht so einfach. Filme, die am Ende des Vorjahres starteten, können noch eine große Anzahl an Besuchern gehabt haben. Filme, die gegen Anfang des Jahres starten, haben auch länger Zeit und können mit zusätzlicher medialer Aufmerksamkeit (z.B: Filmpreise) noch später im Jahr einen Push erfahren.
    Außerdem wird, wenn z.B. der 1. Jänner ein Sonntag ist (so wie 2017), der auch noch in die Statistik berücksichtigt, da die Abfrage der Daten immer nach den für die Kinos so wichtigen Wochenenden erfolgt. Die in der Tabelle gelisteten Zahlen können also gar nicht 100% genau sein.
  • Ebenfalls nicht berücksichtigt sind Filme wie z.B. Johannes Grenzfurtners „Traceroute“ , der (leider) unter dem Radar lief und mit keiner der Daten-liefernden Institutionen in Berührung kam. Solche wahren Independentfilme haben aber auch meistens keine Besucherzahlen, die die Reihenfolge der Liste gravierend beeinflussen würden.
  • Filme, die 2015 starteten, sind in der Liste extra vermerkt. Die Abgrenzung, welche Besucherzahlen 2016 und welche 2015 zuzuordnen sind, ist leider nicht möglich. Anzunehmen ist aber, dass der Kinderfilm „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ auch nur mit den Zahlen von 2016 in den Top 10 aufscheinen würde.
  • Der erfolgreichste Film war der von Red Bulls Terra Mater-Studio produzierte „Wir Brüder im Wind“, der aber auch fast das ganze Jahr Zeit hatte Besucher zu sammeln. (nachtr. Ergänzung: was in den meisten Fällen nicht in relevanter Größe passiert. Die meisten Filme erreichen den Großteil ihres Publikums in den Wochen direkt nach Kinostart.)
  • Auf Platz 2 findet sich eine Dokumentation. „Bauer unser“ hat sich gegen Ende des Jahres zu einem formidablen Überraschungshit entwickelt. Mit „Das Leben ist keine Generalprobe“ und „Athos – Im Jenseits dieser Welt“ schafften es noch zwei weitere Dokus in die Top 10.
  • Die von uns im Podcast besprochenen Filme wurden eher nicht so gut besucht.
    # Filmtitel Besuche
    1 Hotel Rock’n’Roll (–>Podcast) 45.443
    2 Egon Schiele – Tod und Mädchen (–>Podcast) 39.221
    3 Liebe möglicherweise (–>Podcast) 6.490
    4 Nebel im August (–>Podcast) 3.527
    5 Stille Reserven (–>Podcast) 3.446
    6 Angriff der Lederhosenzombies (–>Podcast) 1.984
    7 Die Nacht der 1000 Stunden (–>Podcast) 803
  • Dass von der Branche oder den Medien beachtete Filme und deren Publikumszuspruch nicht unbedingt korrelieren, kann man auch an anderen Stellen sehen. Ulrich Seidls „Safari“ erreichte mit etwa 6.500 Besuchern nicht einmal ein Viertel der durchschnittlichen Seidl-Besuchszahlen. „Thank You for Bombing!“, mit acht Nominierungen für den österreichischen Filmpreis beladen, wollten nur 2.400 Menschen sehen, „Kater“ (fünf Nominierungen) 3.500.

Haben wir was vergessen? Anmerkungen? Fragen? Welche Daten würden dich sonst noch interessieren?
Wir freuen uns auf deinen Kommentar oder sprich mit uns auf Facebook oder Twitter (@HariLi bzw. @blamayer). Unter dem Hashtag #ÖFilm laden wir (überall) zur Diskussion über den österreichischen Film ein.

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