Kritik: Schnell Ermittelt 4.12 „Lucy Haller“

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  • Toll, dass hier immer gepostet wird.

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  • benno schilling

    hallo leute,
    obwohl ich nicht mehr fernsehe habe ich mir in letzter zeit fast alle schnell-ermittelt-folgen in der orf mediathek angesehen. der wiener schmäh, die kameraführung, die musik, die schauplätze und die bestens geführten heimischen schauspielerInnen haben diese serie für mich reizvoll gemacht. das staffelfinale war nun letztlich der volle hammer. ich war völlig begeistert, dass sich endlich jemand getraut hat, ein derart ambitioniertes konzept durchzuziehen. die zuseher eine ganze staffel lang unwissend an einem traum teilnehmen lassen – da muss ich an fellini und andere filmkunst denken. so etwas ambitioniertes fällt den üblichen serientätern unter den autoren niemals ein. außerdem möchte ich LUIGI123 loben. sein kommentar gefällt mir am besten, denn er bringt für mich alles voll auf den punkt. ich freue mich schon auf die nächsten folgen. hoffentlich geht es so phantasievoll und professionell weiter. ps: ist euch auch aufgefallen, dass es viele der schauplätze in der realität nicht geben kann? der wohnwagen von ulrich larsen war z.b. immer an orten aufgestellt, wo nie ein wohnwagen stehen dürfte. auch der würstelstand gegenüber der urania, mit autoparkplätzen daneben, wäre real nicht möglich.

  • Patrick

    Hallo!
    Auch von mir ein ganz großes Dankeschön für die Erleuchtung… hab die Folge erst heute anschauen können und hab nicht wirklich gecheckt, was da jetzt abgeht.
    Der „Dallas“-Moment stand zwar im Raum – hab ich damals miterleben dürfen 🙂 – aber ich haett mir nie gedacht, sowas in dieser Serie zu erleben…
    Und was ich wirklich davon halten soll, weiß ich noch nicht wirklich.
    Anyway, weiter so, werd mir Deinen Blog bookmarken!
    LG
    Patrick

  • carina100379

    hallo zusammen….vielen, vielen, vielen dank vor allem an hannes blamayer und luigi123!!!!mir ist gerade ein licht, wenn nicht eine ganze grosstadtbeleuchtung aufgegangen….herzlichen dank dafür…ich bin ein grosser schnell ermittelt-fan und verpasse keine folge.nur gestern abend war ich total genervt, weil ich nicht und nicht verstehen konnte, was ich da gesehen hab….war so sauer, dass ich eine runde mit meinem freund streiten musste, weil ich ihm die folge (er hatte sie verpasst) net erklären konnte….jetzt, nachdem ich eure kommentare gelesen habe, kommen im minutentakt die aha-momente!!!! jetzt wird mir die ganze staffel so klar…. gestern sagte ich auch: so ein blödes finale!!!! nun, wo der groschen gefallen ist, find ich auch die 4.staffel toll! nun ist fast alles so logisch. danke nochmal fürs „ausdeutschen“!!!!! 🙂 lg carina

  • luigi123

    Naja, das mit dem Feiler-Fall und seiner Freundin Maria Winter war insofern nicht unrealistisch, da hier eine klare Anlehnung an den Jack Unterweger-Fall stattfand, der ja auch – trotz Kenntnis über seine Serienmorde – von Frauen im Gefängnis besucht und begehrt wurde. Die ganze Vorgehensweise gegen Schnell mit Karl Esch als Werkzeug war natürlich nicht ganz glaubwürdig, jedoch extrem spannend. Die 3. Staffel gefiel mir ausgesprochen gut.

    Zu den Fällen der 4. Staffel: ich meine auch nicht, dass sie jetzt von den Handlungssträngen so abstrus waren, sondern eher war es in der Auflösung fast jedesmal eine Person, die ein recht fragwürdiges bzw unglaubwürdiges Motiv hatte oder eine Person, auf die man von selbst nicht gekommen war (eine liebevolle Schildkrötenzüchterin bringt gleich 3 Leute um, nur um Schildkröten zu stehlen; ein 13jähriges Mädchen bringt ihren Clown-Stiefvater um; ein Psychiater bringt seinen Patienten um, weil er aufgrund einer Pigmentstörung annimmt, er sei der Mörder seiner Eltern in einem früheren Leben gewesen) – in all diesen Fällen ist es somit nicht wirklich unrealistisch, dass Schnell & Franitschek den Mörder damals nicht fassen konnten und sie somit erst im „Delirium“ die Lösung von selbst findet, so unkonventionell sie auch sein mag.

    Nein, sie ist eh eine gute Rezension, allerdings wurde mir eben zu sehr Bedacht auf Lucy Haller genommen, ohne das Grundgerüst der 4.Staffel in Frage zu stellen 😉

    lg

  • Hallo Luigi, danke für den Kommentar!

    Ich muss zugeben, dass mir diese Interpretation mit Ulrich als Entscheidung für den Tod immer besser gefällt, je mehr ich drüber nachdenke. Leider bin ich selber nicht drauf gekommen. Das gibt der Staffel mehr Zusammenhalt und lässt sie als Gesamtkunstwerk dastehen. Es gab also schon diesen Masterplan, wie die gesamte Staffel zusammenhängt. Es war mutig, ja, und zwar nicht nur die Traumerklärung, sondern auch das komplexe Konstrukt, das diese stützt (mit Ulrich und Lucy und so weiter.). Trotzdem war für mich der Preis zu hoch. Für mich ist die Erklärung mit den 11 Fällen davor nicht schlüssig.

    Dass die Fälle leicht abstruser wären als früher wäre mir nicht aufgefallen. Im Fernsehen muss man halt spektakuläre Fälle bringen. Ich erinnere dich an den Feiler (und dessen ehemalige Freundin in der dritten Staffel): Auch nicht unbedingt realistisch, aber glaubwürdig und spannend, und deshalb akzeptiert mans als die Realität, in der Angelika und Co. arbeiten. Aus dem selben Grund habe ich auch Ulrich nicht in Frage gestellt: Ich dachte, das Team probiert halt diesmal was anderes: den feinen Gentleman, fast zu perfekt, aber will Angelika diesen oder doch ihren Ex-Mann, der sie innig liebt?

    PS: Wenn die Rezension flach ist ist sie 2-dimensional. 😉
    Aber ich verstehe, was du meinst.

  • Julia B.

    Lieber Luigi!

    Du sprichst mir aus der Seele… was Ulrich betrifft, frage ich mich, wie man die Situation je anders beurteilen hätte können, als von dir beschrieben. Danke für die Anregung Ulrich=Jenseits. Genau das hat mir in meinem Gedankengerüst noch gefehlt 🙂

    LG
    Julia

  • luigi123

    Immer gute u ausführliche Reviews auf dieser Seite zu Schnell Ermittelt, wobei mir diese leider zu flach bzw eindimensional ist. Alle mystischen Ansätze zum Nachdenken über die vergangene Staffel fehlen völlig und stattdessen wird ausschließlich auf die Charakterentwicklungen eingegangen, die letztendlich alle ins Leere geführt haben.

    Natürlich war’s im ersten Moment ein ziemlicher Schock und musste erstmals verdaut werden. Doch je länger ich über die letzte Folge bzw ganze Staffel mit Distanz nachdenke, umso eher gefällt sie mir – um nicht zu sagen, SE ist die Revolution der österreichischen Fernsehkrimis. Aber alles nach der Reihe:

    – „Die letzten 11 Fälle – Traum oder was?“ Hier lässt SE jedem Zuseher seinen eigenen Raum für Spekulationen. Tatsache ist jedoch, dass sich all diese Fälle in früherer Zeit vor Angelikas Unfall ereignet hatten und – dem Dialog am Ende zw Franitschek u Schnell zufolge – von unseren SE-Charakteren nie gelöst werden konnten. Mir wäre in dem Fall wichtig, auf die Fälle der 4. Staffel einzugehen – eines fiel nämlich fast die ganze Staffel über auf: Nahezu jeder Fall hatte eine recht komplizierte Handlung mit einer unkonventionellen, fast abnormalen Auflösung. Ich erinnere mich da an die unrealistische Schildkröten-Schnitzeljagd, den Psychiater als Mörder aufgrund von irgendwelchen Theorien über das frühere Leben oder der Ritualmord mit Vampirbissen. All diese Fälle waren im Vergleich zu den letzten Staffeln komplizierter und oft schien die Auflösung zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Wäre ja an sich nix Schlimmes für eine Krimiserie, aber fast eine ganze Staffel über? Tja, letztendlich erklärt sich der Grund im Finale auf wunderbare Weise: All dies waren Fälle, die von Schnell nie gelöst werden konnten. Im künstlichen Tiefschlag denkt sie darüber nochmals nach und findet zu jedem der einzelnen Mordfälle jede noch so seltsame Lösung. Was sich jetzt in der Realität abgespielt hat und was nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Für mich dürften sich die Fälle in früherer Seit tatsächlich so abgespielt haben, mit den selben Zeugen/Verdächtigen und vermutlich sogar mit den selben Dialogen, lediglich die Entschlüsselung am Ende fehlte. Daher sehe ich es als recht einseitig, nun den Autoren nachzusagen, sie machen aus der ganzen Staffel einen Traum, wo nix echt war. Vielmehr wurden jedem Zuseher Lösungsansätze geboten!

    – „Ulrich Larsen“ Auch hier schien mir der Charakter von Anfang an fragwürdig. Die Beziehung zw Schnell u Larsen definierte sich durch ordentlichen Kitsch in Zusammenhang mit Picknick am Wasser, feinen Restaurants und teurem Prosecco. Irgendwie zu viel und zu fad, auch dann noch die Harmonie mit den Kindern. Und dann auf einmal der frühe Heiratsantrag – man war verwirrt. Wieso so früh, das passte nicht – immerhin ist Schnell ja nicht Protagonistin einer deutschen Telenovela ^^ Als sie in der letzten Folge dann den Entschluss fasste, ihn nicht heiraten zu wollen, war er verschwunden. Und genau hier wird die Person des Ulrichs Larsens im Zusammenhang mit der Auflösung extrem spannend – auch hier fehlen mir in dem Review völlig Ansätze zur Spekulation, stattdessen wird nur kritisiert, dass er nun weg ist usw. Von Anfang an sprach er vom „Weiterziehen“, ohne dass man wusste, wohin er wollte. Für mich verkörperte Larsen das Tor für Schnell ins „Jenseits“ (um jetzt ganz philosophisch zu werden…) Immer wieder lockte er Angelika und vermutlich war der frühe Heiratsantrag nichts anderes als eine symbolische Darstellung für die Entscheidung, vor der Angelika stand, ob sie nun wieder aus dem Koma aufwachen wollte oder nicht. Lange ließ sie sich Zeit, immerhin hatte der Tod bildisch dargestellt eindeutig seinen Reiz, doch letztendlich entschied sie sich fürs Leben. Warum wurde der Tod/das Jenseits/wie man essen nennen will als männlicher Deutscher dargestellt? Ganz einfach – er war der Pfleger von Schnell im Krankenhaus, wusch sie jeden Tag und pflegte daher wohl das intimste Verhältnis zu ihr im Koma. Schade, dass ich mit diesem Denken dem Review u den Facebook-Kommentaren zufolge wohl der einzige bin.

    – „Lucy Haller, doch eigentlich recht unbedeutsamer Fall“. Jaja, hier boten sich wunderbare Spekulationen und Theorien die ganze Staffel über, was es mit diesem Mädchen auf sich hat. Warum tauchte sie aber jetzt eigentlich immer wieder auf, während Schnell im Koma die alten Fälle nochmals durchträumte? Weils eben der aktuelle Fall war, der bei Franitschek & Co für Aufregung sorgte, während unsere Kommissarin im Koma lag. Er dürfte Schnell von diesem Fall immer wieder erzählt haben und somit tauchte ihr das Mädchen, wohl auch weil sie eben von Anfang an tot war, wieder u wieder. Der Haller-Fall dürfte im Nachhinein betrachtet vermutlich den meisten zu wenig spektakulär gewesen sein, ist jedoch in Zusammenhang mit der Auflösung extrem schlüssig.

    So, ich hoffe, mit meinen Eindrücken zumindest ein paar Sympathisanten für die vergangene Staffel zu bekommen. Es mag sicher sehr unbefriedigend sein, weil nun die Charaktere quasi wieder bei null sind, allerdings sollte man hier keine Dallas-Vergleiche anstellen, da es keinerlei Quoten-Gründe gab, eine Traumstaffel zu machen und es letztendlich eben auch keine Traumstaffel ist, lediglich in Bezug auf die Charakterentwicklungen (die meiner Meinung nach jedoch nicht so sehr von Bedeutung waren, dass Maja sowieso wieder schwanger ist, ist doch eh klar – und wer der zweite mögliche Vater ist, sollte eigentlich auch den meisten klar sein ^^). Schnell ermittelt polarisiert hier wahrscheinlich enorm, allerdings Hut ab, was man sich hier getraut hat – ich denke, die Leute brauchen einfach ein bisschen Zeit zum Nachdenken.
    lg

    BTW – super, dass es die Oma noch gibt, ohne ihr war’s nicht so lustig 😀

  • Julia B.

    Hallo zusammen!
    Erstmal: toller Blog 😉

    Aber, ich verstehe eure Aufregung nicht ganz. Denn … eine tolle 4. Staffel durften wir trotzdem verfolgen, viele spannende Momente erleben. Immerhin ist ja alles nicht „überhaupt nicht“ passiert, sondern in Angelikas Kopf allemal!
    Klar war es unterhaltsam die Charakterentwicklung mitzuverfoglen, aber für mich nicht Motivation genug um einzuschalten; vielmehr war’s die gute Unterhaltung mit einer großen Portion Selbstironie und ordentlich Schmäh‘!
    Wenn ich mir seichte Charakterentwicklungsgeschichten ansehen will, reicht eine Seifenoper aus dem Vorarbendprogramm 😉
    Und wer sagt denn nicht, dass sich die Charaktere während Angelikas Krankenhausaufenthalt wie beschrieben weiterentwickelt haben … so ein Einschnitt schweißt zusammen, regt zum Nachdenken an usw.

    Ich bin jetzt umso mehr in freudiger Erwartung, wie’s wohl weitergehen wird!
    … obwohl auch ich mir gestern abend den Kopf zermartert habe – klar 😉

    Alles Liebe
    Julia

  • Danke für den ausführlichen Kommentar – du sprichst da ein paar sehr gute Punkte an, vor allem in Bezug auf die Charakterentwicklung – ich hätts nicht besser formulieren können, was Franitscheks und Stefans Beziehung mit Angelika betrifft – die ist in dieser Staffel wirklich aufgeblüht, seufz. Ich muss gestehen, dass ich mich an Kemals und Majas Streit am Ende der dritten Staffel gar nicht mehr erinnern konnte.

    Das Foto mitm Franitschek ist mir auch aufgefallen, hab die Szene auch mehrmals näher angesehen. Ich bin mir nicht 100%ig sicher, da die TVThek-Version nicht sonderlich scharf ist, aber ich glaube erkannt zu haben, dass es nicht die Schildkrötenfrau ist. Meine Vermutung ist, dass es diese Kollegin ist, von der Franitschek in der vorherigen Folge (Jana Solm) gesprochen hatte, in die er einst (und scheinbar immer noch) verliebt war. Glaube auch, auf dem Foto eine Polizeiuniform gesehen zu haben.

    Liebe Grüße,
    Hannes Blamayer

  • Maria

    Danke für die tolle Kritik, ich bin echt voll deiner Meinung. Hab die ganze Nacht drüber nachgedacht, ob es vielleicht doch einen Sinn ergibt, aber es ist für mich einfach unverständlich.
    Denn wenn ich mir die Erklärung hernehme, dass die Angelika jetzt tatsächlich alte Fälle in ihrem Kopf aufgearbeitet hat, sind ja ganz viele offene Fragestellungen bezüglich der Lösungen zu erkennen. Manche Fälle sind ja auch gar nicht gelöst worden. Heißt das jetzt, sie hat in den Fällen früher schon einmal genau so ermittelt, und hat sie sich jetzt noch einmal durchgedacht, ist aber auf keine Lösung gekommen und der einzige Unterschied zum echten Fall ist, dass sie sich die Leute in ihrer Umgebung mit anderem Charakter geträumt hat? Wozu dann überhaupt?
    In Wirklichkeit find ich das mit den Charakteren ja viel ärgerlicher. Weil jetzt stehen ja wieder alle auf Null. Ich muss das jetzt ein bisschen näher ausführen, wenn ich schon die Möglichkeit dazu habe, weil da hat sich in den letzten Stunden ziemlich viel angestaut…
    Maja und Kemal zum Beispiel: Die waren am Ende der dritten Staffel ja eigentlich nicht mehr wirklich zusammen bzw zumindest nicht glücklich. Das gemeinsame Kind hat sie dann irgendwie wieder zusammengeführt und man hat ja auch gemerkt, dass zwischen ihnen, bis sie es ihm gesagt hat, eigentlich kaum etwas gelaufen ist. Jetzt – in der wirklichen Gegenwart – fragt er sie, ob sie ihn heiraten will (was meiner Meinung nach nicht zum Ende der dritten Staffel passt, außer der Unfall von der Angelika hat sie alle so verändert) und es wird das Gefühl erweckt, dass sie das eigentlich auch will. Da war der Konflikt im „Traum“ ja eindeutig viel besser. Sie weiß nicht, ob sie das Kind will, weiß nicht einmal, von wem es ist und sagt es ihm dann in einem sehr rührenden Moment. Wenn sie jetzt wirklich schwanger ist, dann wird das nicht mehr wirklich etwas Besonderes sein (vor allem für uns Zuschauer, da wir es ja ohnehin schon wissen). Echt schade, weil die Geschichte der beiden hat mir vor allem am Staffelbeginn sehr gut gefallen.
    Bei der Sache mit dem Stefan und seiner Mutter bzw der Susi kann ich mir das, wenn es sein muss, ein bisschen besser erklären. Sie hat kein gutes Verhältnis zu beiden, träumt sie sich deshalb einfach weg. Aber, dass all die großartigen Momente, die die beiden (Stefan und Angelika) in dieser Staffel miteinander gehabt haben, jetzt einfach weg sein sollen, kann ich nicht begreifen. Ich würde sagen, davor waren nur die Szenen, als Angelika glaubt sie ist vom Feiler schwanger und als der Stefan am Ende der dritten Staffel als einziger wirklich aufrichtig zu ihr hält, annähernd Gänsehaut erregend wie einige der letzten Wochen, z.B. als die Susi ihn verlässt oder sie mit ihm über seine gestorbene Mutter spricht. Die Staffel war so menschlich, wie noch nie zuvor eine. Die Charaktere haben sich wirklich herausgebildet und ich hab das Gefühl gehabt, jetzt verbindet sie endlich mehr als nur Arbeit.
    Der Franitschek kommt der Angelika näher, sie erzählt ihm Sachen, was sie vorher nicht gemacht hätte. Er unterstützt und versteht sie und hat Schuldgefühle, dass er einmal an ihr gezweifelt hat. Und dann die Sache mit der Schildkrötentante. Träumt sich die Angelika wirklich, dass sie den Frani so lange aufzieht, bis er wütend aus ihrem Auto steigt. Das ist dann irgendwie schon gemein! Wozu ich noch eine kleine Frage hätte, wäre das Bild, das in der Kiste vom Franitschek liegt, zu dem er dann sowas sagt, wie „das ist eine Kollegin“. War das jemand bestimmter? DIe Schildkrötenfrau? Ich habs nicht so richtig erkannt…
    Zuletzt noch die Kinder, die sich in der Staffel echt gut entwickeln und richtig erwachsen werden. Wie sie zum Beispiel mit den beiden Mädchen in „Konrad Mautsch“ umgehen, war einfach so unheimlich rührend. Das hat es jetzt alles nicht gegeben? Der Jonas hat all die guten Sprüche („Du bist mein Held Papa“ etc) nicht wirklich gesagt und die Kathrin hat dieses schöne Gespräch der letzten Folge mit ihrer Mutter über den Ulrich nie geführt? Wünscht sich die Angelika das alles nur?
    Das mit dem Ulrich stört mich eigentlich am wenigsten, weil der war nicht wirklich mein Liebling, aber ich hab auch das Gefühl gehabt, dass sich durch diese Beziehung der Stefan und die Angelika wieder näher gekommen sind und das hat sie richtig verbunden.
    Wie du oben angemerkt hast : „Nachdem es Ulrich so ja nie gegeben hat fühlt es sich aber plötzlich so… so leer an, so unbedeutend.“ Ich kann dir nur beipflichten.
    Ich war schon so gespannt, wie sie den Konflikt zwischen Ulrich und Angelika lösen, ob sie sich doch für den Stefan entscheidet und auch ob zwischen Kemal und Maja doch noch einmal etwas Tieferes geschieht. Die Lösung soll jetzt sein, dass alles gar nicht wahr war? Das ist einfach soooo schade! Es war nämlich eine echt tolle Staffel! Und wie du gesagt hast, irgendwie zerfällt alles, was man sich in den letzten Wochen aufgebaut hat, mit einem Schlag. Vielleicht wachen wir ja morgen auf und es war alles nur ein schlechter Traum…
    Trotzdem danke für die Kommentare zu allen Episoden der vierten Staffel. Dadurch hab ich einige Zusammenhänge erst besser erkannt und mir ein gutes Bild machen können. Dass alles jetzt umsonst gewesen sein soll ist natürlich eine herbe Enttäuschung!
    Maria

  • Vielen Dank für die tolle Rezension. Genau DAS habe ich mir auch gedacht, als ich mir die Folge angesehen habe.
    Es ist wirklich schade, daß die ganze Entwicklung dieser Staffel, die sehr vielfältig und interessant war, so einfach so über Bord geworfen wurde…….