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Österreichische Filme im Programm von this human world

Gestern wurde die bereits 11. Ausgabe des Menschrechtsfestivals this human world eröffnet. Da sind viele sehenswerte und wichtige Filme im Programm, aber für uns ganz vorne sind natürlich die, bei denen ein „AT“ daneben steht. Eine Übersicht.

Im dieswöchigen Podcast hat euch Juri bereits den this human world-Film „Iuventa“ empfohlen, der thematisch an „Styx“ anschließt. Aber das Festival hat noch jede Menge andere Perlen zu bieten. Wem Film manchmal zu oberflächlich, belanglos oder einfach nur kommerziell erscheint, der findet hier eine reiche Auswahl an Gegenprogramm.

Damit ihr nicht lange suchen müsst, haben wir die österreichischen Filme im Programm herausgefiltert. Und die Programmierung erlaubt es auch, fast jeden Tag dort vorbeizuschauen. Vielleicht sehen wir uns.

Detailinfos zu allen Filmen unter www.thishumanworld.com

Öfilm im Programm

Freitag, 30.11.
„Journey Through A Small Hole In A Glove“, 18:00, Schikaneder
2018, OmeU, R: Anna Schwingenschuh
Synopsis: Anna Schwingenschuh beleuchtet eine harmonisch verzaubernde, wenn auch raue Wirklichkeit der Wintermonate auf den Lofoten. Langsam, mit Blick fürs Detail begleitet Journey Through a Small Hole in a Glove die Idylle dieses Kontrasts. Poetisch wird von der Bewältigung sowie den Möglichkeiten des Lebens der dort lebenden Menschen erzählt. Neu Angekommene und lang Ansässige, beschreiben ihre individuelle Verbindung zu den Lofoten: die Magie der Nordlichter, Weite, Ruhe und den Alltag harter Arbeit.

Samstag, 1.12.
„Anomalie“, 20:15, Top Kino
2018, OmeU, R: Richard Wilhelmer
Synopsis: Wer oder was ist normal? Welche Rolle spielen Normen für unser Zusammenleben? Diese Fragen stellt sich der obdachlose Philosoph und bekennende „Irre“ Fritz Joachim Rudert. Er ist Initiator des „Lehrstuhls für Wahnsinn“ und versucht, die „ferngesteuerten Massen“ aus ihrem Wahn zu befreien. Tatsächlich hat Rudert gemeinsam mit einem bundesweiten Verband gegen psychiatrische Gewalt in Deutschland ernst zu nehmende politische Erfolge. Die essayistische Doku begleitet Rudert und seine Mitstreiter_innen auf ihrer Mission und widmet sich dem Zusammenhang von Gesellschaftspolitik und psychiatrischer Diagnose.

Sonntag, 2.12.
„<COMMON.PLACES 2>“, 19:00, Top Kino
2018, OmeU, R: Fiona Rukschcio
Synopsis: Sie sind groß, sie sind klein, sie sind jung, sie sind alt, sie sind dick, sie sind dünn, sie sind männlich und weiblich. Sie sind viele. Sie sind Opfer, sie sind Beobachtende, sie sind Helfende. Es passiert überall – im realen, wie im virtuellen Raum. In erzählen 29 Frauen und Männer von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Sie schildern das Geschehene, geben ihre Reaktionen und ihre Gefühle preis. Dadurch, dass sie alle für sich einstehen, weisen sie über sich selbst hinaus. Der Film fungiert als Forum, entzieht der Belästigung die Banalität und leistet einen Beitrag zur Sensibilisierung der Gesellschaft.

Montag, 3.12.
„Die Kunst der Widerrede“, 17:45, Top Kino
2018, OF, R: Gereon Wetzel, Melanie Liebheit
Synopsis: Vier Studierende einer Münchner Universität werden bei der Vorbereitung auf und Teilnahme an dem „Jessup Moot Court“, dem weltweit größten Moot Court auf dem Gebiet des Völkerrechts, begleitet. Der fiktive Fall, den es zu behandeln gilt, bringt die jungen Erwachsenen nicht nur an den Rand ihrer körperlichen und akademischen Grenzen, sondern wirft zudem Fragen nach der Aktualität und Wirksamkeit des geltenden Völkerrechts auf. Der Wettbewerb bleibt zwar eine Simulation, die Herausforderungen, die der Fall bezüglich Cyber-Attacken und Spionage aufwirft sind jedoch Realität.

„Kein halbes Leben“, 18:00, Schikaneder
2018, OmeU, R: Sybille Bauer
Synopsis: Nur ihre Hunde halfen Renate, den Tod ihres Mannes zu überwinden. Ausgehend von der Erfahrung der eigenen Mutter erkundet die Regisseurin Sybille Bauer das Verhältnis zwischen Hunden und ihren Besitzer_innen. Nicht nur für Renate ist der Hund der beste Gefährte, auch die beiden anderen Protagonist_innen Florian und Kerstin hängen sehr an ihren Tieren. Obwohl die Lebenswelten nicht unterschiedlicher sein könnten, zeigt die charmante Doku, wie die Hunde ihre Besitzer_innen bei der Bewältigung schwerer Verluste unterstützen. Ein intimer Einblick in drei besondere und erfüllende Mensch-Tier-Beziehungen. 

Mittwoch, 5.12.
„The European Grandma Project“, 17;45, Top Kino
2018, OmdU, R: Alenka Maly
Synopsis: Neun Filmemacherinnen aus unterschiedlichen Ländern Europas geben in diesem Projekt Einblick in die Lebensgeschichten ihrer Großmütter, die alle um 1920 geboren wurden. Man spürt das große Vertrauen zu ihren Enkelinnen, wenn die neun Frauen sich vor der Kamera öffnen. Mit Wehmut, Schmerz und Witz sprechen sie über die Tragödien des Krieges und erzählen persönliche Anekdoten von Liebe und Alltag. Ihre Geschichten fließen ineinander und es entsteht nicht nur ein einfühlsames Porträt ihres Lebens, sondern auch ein vielschichtiger Einblick in das unbeständige Europa des 20. Jahrhunderts.

„Welcome to Sodom“, 19:00, Gartenbau
2018, OmeU, R: Florian Weigensamer, Christian Kröneis
Synopsis: Sodom nennen die Bewohner_innen von Accra den giftigsten Ort der Welt: Agbogbloshie ist Europas größte illegale Mülldeponie in Afrika. Computer, Smartphones und anderer gefährlicher Elektroschrott landen hier. Etwa 6.000 Menschen leben und arbeiten auf dem ehemaligen Sumpfgebiet. Für viele Ghanaer_innen schlummern in der Deponie jedoch nicht nur Schätze, die es zu entdecken gilt, sondern auch eine vage Hoffnung auf ein anderes Leben. Die bildgewaltige Doku porträtiert mit viel Sympathie die einfallsreichen Verlierer_innen der digitalen Revolution an diesem apokalyptischen Ort.

Freitag, 7.12.
„Brücken über Brücken“, 18:00, Schikaneder
2018, OF, R: Kenan Kilic
Synopsis: Sieben Menschen unterschiedlicher Herkunft – sie sind Musiker_innen, Literat_innen, Maler_ innen, Schauspieler_innen, Tänzer_innen. Was sie verbindet ist ihre Leidenschaft für die Kunst. Vor diesem Hintergrund geben sie ihre Geschichte preis, erzählen von ihrem Inneren, ihrem Werdegang und ihrer Herkunft: Was bewegt sie? Was hat sie geprägt? Worüber denken sie nach? Wie sind sie geworden, wer sie sind? Der Film begleitet die Künstler_ innen zu Hause und am Ort ihres Wirkens wodurch sich ein vielseitiges Portrait ihres Seins entfaltet. 

Montag, 10.12.
„A Dark Place“, 20:00, Stadtkino im Künstlerhaus
2018, OmeU, R: Javier Luque Martinez
Synopsis: Die Online-Sicherheit weiblicher Journalistinnen geht über die Gleichstellung der Geschlechter hinaus sie hat Einfluss auf unsere Demokratien und darauf, wie wir die Gesellschaft informieren. Die Wahrheit darüber wird in A Dark Place durch Erfahrungen beschrieben, die von Online- Gewalt betroffene Journalistinnen und Expertinnen für Geschlechter- und Medienfreiheit teilen.

Kurzfilme

„Mathias“ (als Vorfilm zu „Tranny Fag“), 2017, OmeU, R: Clara Stern
„The Best Way“ (im Kurzfilmprogramm „closed“), 2015, OF, R: Angelika Herta
„As Tides Go By“ (im Kurzfilmprogramm „open“), 2018, OF, R: Stefanie Weberhofer

Synopsen: thishumanworld.com
Beitragsbild: „Brücken über Brücken“ / thw 2018

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