Episode 31 – Palmendicker Mittelfinger – Der ORF & sein Montagsversprechen RELOADED

Genauso wie im Kino fällt uns hier auch nichts mehr neues ein. Deswegen gibt es eine Fortsetzung, die gleichzeitig ein Remake aber auch eine Stand-alone Episode ist. Treue Fans wissen, worum es geht: die ORF-Montagspremieren. Here we go again.

Ja, diese Folge gab es so ähnlich schon einmal und vieles darin hab ich bereits im Sommer gesagt. Aber jetzt zum Jahresende sehen wir das Gesamtbild. Lassen wir uns so etwas gefallen? Was können wir daraus lernen, was tun?

Links

  • Das „Versprechen“ via Pressaussendung am 10.12.2024
  • Ankündigung ORF Sommerkino (mit 13 Filmen). Ursprünglich stand auch noch DOWNTON ABBEY 2 am 1.9. auf der Liste, das wurde aber entfernt. Trotzdem steht (Stand immer noch „14 Filme“ im Text. Hier z.B. wurde die ursprüngliche Liste veröffentlich. Das ARD-Sommerkino ist ganz ähnlich und teilweise parallel programmiert.

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Hallo und herzlich willkommen zu Bruttofilmlandsprodukt, mein Name ist Hari List. Das hier ist ein Podcast, wo es um den österreichischen Film geht und wie der österreichische Film so vorkommt. Und jetzt kennen wir das Hirnseeprogramm bis Ende des Jahres. Und die Stammhörerinnen und Hörer ahnen es schon, worum es jetzt gehen wird, um die versprochenen Montagspremieren. Als ich Bruttofilmlandsprodukt dieses Anfang des Jahres wieder neu gestartet habe, relaunched habe, hatte ich nicht super große Pläne. Ich hatte ein paar Ideen und ich hatte ein paar Experimente im Auge, die ich gerne machen würde. Ich hatte ein paar Gesprächspartner mit einem oder zwei davon. Kamen dann auch Gespräche zustande mit ein paar nicht. Aber im Großen und Ganzen hatte ich nicht wirklich viele Pläne. Die einzige Ausnahme ist diese Folge, die ich jetzt gerade aufzeichne. Ich wusste, dass ich im Dezember eine Folge machen werde zu den ORF-Montagspremieren. Und ich hatte gehofft, ich hatte wirklich gehofft und ich war, wie soll ich sagen, optimistisch bis Ende, Mitte Mai, sagen wir es so.War ich wirklich optimistisch, dass ich diese Folge machen kann und sagen, wisst ihr was, der ORF hat was versprochen, der ORF hat es fast komplett gehalten, ich bin froh, danke ORF, nächstes Jahr bitte wieder, Folge Ende. Dass ich das nicht machen kann und dass diese Folge ein bisschen länger wird als diese Zweiholbsätze, das liegt daran, dass der ORF, wie soll ich sagen.Ein Versprechen gegeben hat, dass er dann aber sowas von nicht eingelöst hat. Ich möchte das Ganze jetzt nochmal durchgehen.

Ich hatte ja schon eine Folge zwischendurch gemacht.Deswegen wird das ein bisschen, wie soll ich sagen, redundant oder zumindest wiederholend für die Stammhörerinnen und Hörer. Aber für alle, die neu dabei sind. Und ich will wirklich im Laufe dieses Podcasts darauf hinaus, wo wirklich das Problem ist. Weil man kann natürlich sagen, ja, ORF und Filme und sehr wurscht. Irgendwann läuft das, das schaue es schon im Fernsehen und ich schaue es eh per Stream in der Mediathek, ist mir wurscht. Ja, okay. Aber lasst mich dann ein bisschen detaillierter drüber reden. Am 10. Dezember 2024 gab es eine Presseausendung. Der ORF hat versprochen, Zitat, ab dem 6. Jänner öffnen in der Primetime exklusive Erstausstrahlungen von eigen- und koproduzierten Film- und Serienhighlights.

Eigenproduziert oder koproduziert, also tatsächlich unter ORF-Beteiligung, das heißt auch mit unserem Steuergeld und unserem Gebührengeld finanziert, in der Primetime, 20.15 Uhr und neu, exklusiv. Das ist ganz wichtig, weil wir brauchen ja neue Sachen. ORF hat ja auch die Verpflichtung, neue Sachen zu machen und auch die Filmwirtschaft am Leben zu halten, indem er Sachen bestellt. Und dann hat die direktes Zitat noch von der Programmdirektorin, Stephanie Kreuz-Horowitz, immer die zweitmächtigste Frau im ORF. Wir haben ORF 1 in den vergangenen Jahren zu dem Sender für österreichische Fiction und ORF Originals gemacht. Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter und geben unserem Publikum ein ganz besonderes Versprechen. Erstmals in der ORF-Geschichte präsentieren wir jeden Montag verlässlich eine frische Eigen- oder Koproduktion. Unmissverständlich. Ja, das ist unmissverständlich. Und an dieses Versprechen habe ich mich Anfang des Jahres erinnert und gedacht, das schaue ich mir an. In mehreren Wortbedeutungen. Ich habe viele von diesen Sachen tatsächlich angesehen. Das erste Problem war, dass dieses Versprechen schon als esGegeben wurde am 10. Jänner, eigentlich nicht zu erfüllen war. Warum? Weil am 2. Jänner Montag gab es eine Live-Charity-Veranstaltung, ein Skirennen, die Hermann Maier Star Challenge. Und dieses Ding springt nicht einfach aus dem Boden wie ein Schwammerl und ist plötzlich da und Dann muss man das Senden. Sowas ist monatelang vorgeplant. Man muss ja eine Piste präparieren, Kameras hinschicken, Personal planen. Am 10. Dezember muss das alles klar gewesen sein. Also ohne Not wurde dieses Versprechen gegeben. Könnt ihr euch erinnern, dass es 2024 irgendwie politischen Druck gab? Ihr müsst mehr österreichischen Film zeigen? Nein, gibt es ja nicht. Von wem auch. Vielen Dank.

Ohne Not und zum ersten Mal in der Geschichte. Ich kann das jetzt schwer überprüfen, ob es schon ein ganzes Jahr mal frische ORF-Produktionen, fiktionale ORF-Produktionen an einem bestimmten Zeitslot gab. Aber egal. Und es ging dann eigentlich nach der Hermann-Meyer-Star-Challenge. Also am ersten Montag war Pulled Pork, Kinofilm, Fernsehpremiere. Dann die Hermann-Meyer-Star-Challenge und dann noch ein neuer Fernsehfilm, der gar nicht so schlecht war, Zwei gegen die Bank. und dann ging es los mit Serien in Doppelfolgen. School of Champions vier Wochen, Totenfrau drei Wochen, Biester fünf Wochen, Kunjadi fünf Wochen und dann noch eine Stadtkomödie. Harry Baird, absoluter Flop, also auch von den Zuschauern her und filmisch, naja, hat, glaube ich, die Stadtkomödien begraben. Und dann kam der Sommer. Wir sind jetzt Ende Mai und ab Juni war es vorbei. Und wenn ich vorbeisage, dann meine ich nicht, dass jetzt noch ein Film gezeigt wurde, der nicht hineinpasst ins Schema oder die Hermann Maier Sommer Challenge oder die Markus Rogan Sommer Challenge stattgefunden hätte, Charity oder was auch immer. Nein, man hat jetzt begonnen, im Sommer internationale Filme zu zeigen. Und zwar 15 Wochen am Stück. Das ORF Sommerkino. Das ist auch Etwas, was es schon jahrelang gibt. Man wusste, dass es dieses Ding gibt und man hat es geplant. Und all diese Filme, diese nicht österreichischen Filme, 13 von 15 Filmen waren nicht österreichisch, Man wusste, dass man die hat. Man wusste, dass man die senden wird. Und es ist der Sommer. Ich weiß schon, schwierige Zone und alles. Aber das Ganze hätte man am Dienstag machen können. Hat man nicht.

Zwei Kinofilme, Mermaids Don’t Cry, Sternen unter der Stadt. Zwei gute Filme. Gut, dass sie ausgestrahlt wurden. Aber Sternen unter der Stadt ist ein bisschen ein winterlicher Film. Macht aber nichts. Das war im Sommer. Die waren beide noch im Juni. Und von Ende Juni bis 8. September gab es nur internationale Filme. Und dann war dieses Sommerding vorbei, das Sommerloch, wenn man so will. Wir stehen also jetzt am Mitte September und wir haben lauter nicht-österreichische Filme gesehen. Ja, das waren ja Premieren, waren es schon. Also insofern hat es zumindest die Hälfte erfüllt, aber das ist halt einfach nicht das, was versprochen war. Und dann ging es wieder los. Und ich dachte mir, okay. Gut, ich werde das kritisieren In dieser Folge hier, ich werde das ansprechen müssen, das geht einfach nicht, dass man zwei konkurrierende Produkte macht, das Montagsversprechen und das Sommerkino. Da spießt es sich, auch das wusste man vorher, ich bin mir ziemlich sicher, auch das wusste man zum Zeitpunkt dieser Presse-Aussendung, dieser Zitate, die ich vorgelesen habe. Kann ich mir schon vorstellen, dass die Chefin, die Oberoberchefin, die zweithöchste Frau im ORF, nicht unbedingt über diese Minutia Bescheid weiß. Das ist okay und ist bis zu einem gewissen Grad verständlich, aber es ist halt nicht professionell. Weil die Leute unter ihr müssen halt sagen, hey, du kannst das nicht sagen, weil das stimmt nicht, wir können das nicht leisten.

Und das ist halt dann, wie gesagt, und es ist ihre Letztverantwortung, dann doch, und Zitate in der Presseaussendung, die darf sie freigeben oder muss sie freigeben, wenn sie direkt zitiert wird. Also es ist in dem Sinne ihre Verantwortung und es ist grandios daneben gegangen, jetzt schon zu dem Zeitpunkt. Aber, okay, es war also der Frühherbst, Mitte September, 15. September, der nächste Montag, und jetzt kam wieder eine gute Phase. Blind ermittelt, Hades, der Kinofilm, 113. 113 ist ein interessanter Fall, das ist sechs Episoden, aber die wurden in Dreierpacks ausgestrahlt. Ganz interessant. Vorher hatten wir lauter Serien Doppelfolgen in der ersten Jahreshälfte und jetzt mit 113 plötzlich Dreierpacks. Aber immerhin Montag und der Montag drauf. Uhudler Verschwörung, Riesenerfolg. Rickerl, naja, Kinofilm, okay. Und was man auch anmerken muss, mit Rickerl, das war nur der fünfte Kinofilm. Also von all den Filmen, die ausgestrahlt wurden und werden, waren nur fünf Filme Kinofilme. Was wirklich gut ist und toll ist für den ORF, dass er diese Quote so gering hält. Weil in Wahrheit wäre es das Einfachste für den ORF, wenn er noch irrsinnig viel von seinen Kinofilmen, die er auf Lager haben muss, ausstrahlt. Weil günstiger wird es ja eh nicht. Diese Dinge sind ja viel teurer pro Minute, als wenn er jetzt Kinofilme, wo der ORF 400.000 Euro reinzahlt hat und dafür kriegt er 90 Minuten. Das kriegt er ja sonst nirgends. Hier sind natürlich so 90 Minuten Uhudler-Verschwörungen kosten dann 2, 3 Millionen.

Also auch von einer buchhalterischen Logik irgendwie interessant, dass man so viel von dem teuren Zeug rausbringt, aber aus Kundensicht, aus Gebührenzahlersicht natürlich cool. Also wir reden jetzt nicht über Qualität, sondern wir reden jetzt nur über diese inhärenten, wie soll ich sagen, quantifizierbaren Variablen.Dass Eigenproduktionen genau das sind, was wir uns eigentlich erwarten. Weil Co-Produktionen, wie gesagt, wo der ORF zwar reinredet, aber es sind dann doch Kinofilme oder was auch immer, das ist dann doch ein bisschen was anderes. Und ich möchte die Kinofilme im Fernsehen sehen. Ich bin der Meinung, sie sollen viel früher ins Fernsehen und sie sollen auch ständig ins Fernsehen. Aber vielleicht könnte man einen eigenen Sendeplatz machen, wo man Kinofilme zeigt und den Montag zum Beispiel ORF-Serien und Fernsehfilmen überlassen. Also nur so als Idee, aber zu Sendeplatz-Thematik und so komme ich noch ein bisschen später.

Dann noch 3. November. Bis auf weiteres Unsterblich, ein angeblich der erste Austropop-Film. Scheißegal. Irrsinnig viele Zuschauer, irrsinnig guter Impact, sehr, sehr viel Lob. Ich fand ihn auch okay. Und da muss ich sagen, das ist fast das Aushängeschild des Jahres irgendwie. Zwei gegen die Bank, dieser Fernsehfilm, ganz am Anfang des Jahres, in der dritten Woche vielleicht auch noch. Und das ist so wichtig, so gute Fernsehfilme mit, wie soll ich sagen, am Konzept dahinter. Und ja, es mag jetzt nicht jedem gefallen haben und jeder, aber es ist wirklich, wirklich gut und es bringt auch ein bisschen Diskussion rein. Gerade eben dieser Austropop-Film. Ich kann nur empfehlen, schaut es euch an und diskutieren wir drüber.

Und in der Woche nach diesem Austropop-Film, nach diesem Erfolg, ein Film, wo ich mir gedacht habe, hm, ich Kenne den nicht. Das ist ein österreichischer Film, aber ein Kinofilm, aber ich kenne den nicht. Er heißt, wann wird es endlich wieder so, wie es nie war? Vom Titel her könnte es ein österreichischer Film sein, aber es war keiner. Also einfach so, ohne Not, hat man da wieder einen nicht österreichischen Film hineinprogrammiert. Ich kann es mir nicht erklären, es ist ein deutscher Film, da ist null österreichisches Geld drin. Ich habe wirklich versucht herauszufinden, ob ich irgendwas übersehe. Irgendein Äuzerl an Co-Produktionen, das irgendwo ORF draufsteht. Nein. Nein. Falls ich mich irre, korrigierts mich bitte. Nehme ich das gerne zurück.

Das macht das Gesamtbild nicht besser, aber zumindest, ja. Man hätte also zum Beispiel die 113, die Serie, die man in Dreierfolgen ausgestrahlt hat, einfach in Doppelpacks machen können und schon hätte man diesen einen Montag abgedeckt gehabt. Alles einmal nach hinten schieben oder ein bisschen umsortieren. Das ist jetzt selbst verschuldet. Insgesamt. Und wir haben noch ein paar Doppelfolgen und noch ein paar Dreierpacks dieses Jahr. Aber alles, was für Montag geplant war und unseren Kriterien entspricht, fiktionale Eigenproduktion aus Österreich, das waren insgesamt 63 Content-Items, ich weiß nicht, Content-Pakete, einzelne Folgen oder Filme. 63. Da kann man 52 Wochen damit füllen, glaube ich. War in Mathematik nie so gut. Aber aus irgendeinem Grund, völlig ohne Not, noch einmal ein internationaler Film reinprogrammiert. Vier Wochen, Tage, die es nicht gab, Doppelfolgen. Und da stehen wir jetzt gerade. Jetzt, wo ich gerade diese Folge aufzeichne, läuft gerade das dritte Paket.

1. Dezember. Nächste Woche sind noch einmal zwei Folgen, Tage, die es nicht gab. Und dann ist wieder eine Serie mit sechs Folgen und wieder in einem Dreierpaket. Sie heißt Mozart/Mozart. Ich bin sehr gespannt. Und am Montag, den 15. Dezember, läuft ein Dreierpaket. So, jetzt hatten wir bei 113 Montag und den darauffolgenden Montag die nächsten drei. Jeweils drei Folgen. Und jetzt haben wir Mozart/Mozart. Logisch, oder? Die Woche drauf, 22. Dezember, drei Folgen Mozart/Mozart, oder? Nein. Es läuft. Ein österreichischer Film, viel enough. Aber ein Alter, ein Uralter. O Palmenbaum. O Palmenbaum, die Fortsetzung von Singlebels. Ein, sagen wir es, kultiger, legendärer Weihnachtsfilm. Niemand hat ein Problem damit, dass O‘ Palmenbaum im Fernsehen läuft. Aber warum am Montag in der Prime Time? Einem Jahr, wo das versprochen ist. Warum und was ist dann, fragt ihr euch wahrscheinlich, was ist mit den anderen drei Folgen Mozart-Mozart passiert? Ja, die laufen am Mittwoch. Am Montag und dann am Mittwoch. Innerhalb von drei Tagen werden sechs Folgen versendet. Und man muss es versendet nennen. Es gibt keine Not, das zu tun. Wenn man diesen Mozart-Mozart hat, könnte man ihn auch einfach nächste Woche spielen und fertig. Dann läuft halt O Palmenbaum an irgendeinem anderen Abend. Ist ja völlig okay. Niemand will, dass O Palmenbaum gestrichen wird.

Am Tag nach O Palmenbaum, am Dienstag, Den 23. Läuft Schrille Nacht 2, eine Premiere von diesem österreichischen Episodenfilm. Am Dienstag, danach. Man hätte es einfach tauschen können. Am 18., die halbe Woche vorher, läuft Operation White Christmas. Okay, vielleicht nicht unbedingt ein 20.15. Film, aber why not? Es ist eine Premiere von einem Weihnachtsfilm. 22. Dezember. Warum dieser Opalment Baum? Und ich sage es ganz ehrlich, wie ich das empfinde. Ich empfinde den als einen palmdicken Mittelfinger. Natürlich weiß der ORF nicht, dass ich existiere und der ORF programmiert nicht, um mir was zu fleißig zu machen, glaube ich. Aber nicht böse sein, das ist einfach nicht notwendig. Wenn man das Versprechen gegeben hat, vorletzten Montag nochmal einfach das Versprechen zu brechen, noch einmal, und zwar ein sechzehntes Mal, falls ihr mitgezählt habt. Das ist der sechzehnte Montag, an dem nicht das gesendet wird, was versprochen wurde. 16 von 52. Wollt ihr das prozentual? 31 Prozent. Fast ein Drittel. Und ich habe aber noch einen Montag. Und der Montag erfüllt, juristisch betrachtet, also de jure, ist er das, was versprochen wurde. Es läuft nämlich ein Landkrimi am 29. Dezember.

Allerdings, sind wir uns ehrlich, der Montag ist mit Ausnahme von drei Wochen Totenfrau eigentlich kein Krimi-Sendeplatz. Alles außer diese drei Wochen Totenfrau war eigentlich Krimi-frei. Naja, stimmt nicht. Zwei Wochen blind ermittelt. Die habe ich nicht erwähnt. Zwischendurch. Zwei Wochen, zwei Filme. Und ich meine, Ur-Udler-Verschwörung war auch ein Krimi und so weiter. Aber ihr seht schon einen Unterschied zwischen Ur-Udler-Verschwörung und Landkrimi, oder? Ich glaube, das muss man nicht durchdeklinieren. Die Landkrimis sind, sicher haben die manchmal auch ein bisschen einen Witz drin, aber die sind dunkel, die sind echte Krimis. Das sind so diese Samstagabendkrimis, oder die sind auf einer Ebene mit dem Tatort vielleicht. Und die sind auch nicht, eigentlich nicht am Montag programmiert. Der Montag war früher, der Montagabend war früher eher weiblich programmiert oder für ein weibliches Publikum. Da war schnell ermittelt, Vorstadtweiber, Desperate Housewives noch viel früher und so weiter. Das war so der Montag, auch ein bisschen mit den US-Produktionen eben. Und das hat sich natürlich gewandelt und das Programm jetzt ist ziemlich gender neutral für mich, oder? Also es ist echt für jeden was dabei, nicht jeden Montag für alle was, aber ich glaube, die meisten dieser Montage können alle Geschmäcker und oft auch sogar die Kinder sich diese Sachen anschauen.

Landkrimi, weiß ich jetzt nicht, ob das da hinpasst, aber wurscht, es erfüllt die Bedienungen, es erfüllt das Versprechen, immerhin. Wenn der Landkrimi davor, auch ein Steirer Krimi, läuft am Dienstag, am Dienstag den 9. Und der nächste dann an einem Montag.Also da sieht man auch wieder ein bisschen, da stimmt irgendwas nicht in der Programmplanung. Nicht nur jetzt gebrochene Versprechen, sondern da ist irgendwas.Und es ist einfach,Wie gesagt, es sind alles selbst zugefügte Wunden. Und dass man das Versprechen gibt, wenn man weiß, dass es Skirennen ist. Wenn diese Sommerprogrammschiene, wenn man sagt, das Sommerkino, ja, dann läuft es halt am Dienstag. Was interessiert mich das, fragt sie euch vielleicht. Und es ist eine valide Frage, weil es geht ja nur um den depperten Film. Das Erste ist, dass ich nicht angelogen werden will. Und das ist das erste Mal jetzt, dass ich Lüge sage. Dass ich sage, ich bin angelogen worden. Weil ich habe mich bisher irgendwie fast verkrampft in den vorigen Folgen und in meinen vorigen Postings. Und das Wort vermieden. Aber am Ende des Jahres, ich weiß nicht, die Zitate sind da. Und das Resultat ist da. Und das Resultat ist, also selbst wenn Sie jetzt das noch umplanen, aus welchen Gründen noch immer, wäre natürlich vertrottelt, aber machen Sie sicher nicht, dann wird ja die Statistik nicht besser, dann sind es halt 25 Prozent statt 30 Prozent oder 31 Prozent. Wo akzeptiert ihr das? Ihr kauft ein Käse im Supermarkt und ein Drittel ist rausgeschnitten? Das Versprechen der Käsepackung war, ich kriege einen ganzen Runden Käse und dann fehlt ein Drittel. Würdet ihr das akzeptieren? Das Versprechen der Packung? Und wenn wir über den ORF reden, was ist denn der ORF? Der ORF ist ein öffentlich-rechtlicher Sender, der uns allen gehört und von uns allen finanziert wird. Und wenn man sich ein bisschen so das Jahr Revue passieren lässt, was im ORF alles passiert ist.

Politisch, personaltechnisch und sonst so, dann hat der ORF echt ein schlechtes Jahr gehabt. Und wir diskutieren das sehr wohl darüber, wenn eine 50-jährige Frau nach der anderen das Unternehmen verlässt. Meistens nicht freiwillig. Wenn man sagt, man will eine Sendung verjüngen und man schmeißt Verena Scheitz raus, rausschmeißen. Sie muss das Unternehmen verlassen. Und dann nimmt man die ältere Barbara Karlich als Moderatorin. Da fragt man sich dann schon, warum hat man gesagt, dass man verjüngen will? Aber versteht sie auch hier wieder so eine Ansage? Und dann macht man was anderes. Ohne Not. Wir wollen die Sendung verjüngen. Also nehmen wir die ältere Präsentatorin. Da stimmt irgendwas nicht. Und ihr würdet das nicht akzeptieren beim Journalismus. Oder? Wir haben jetzt gerade gesehen, ein Riesendrama in England, weil eine Sendung eine Rede von Donald Trump gedoktert hat. Und zwar wirklich gründig. Wirklich journalistische Malpractice. Und im ORF gibt es auch hin und wieder Fehler und was auch immer. Die sind manchmal auch, werden die ein bisschen zu sehr aufgeheizt.

Der ORF hat eine Verantwortung. Und der ORF hat eine Verantwortung den Bürgern und seinen Gebührenzahlern gegenüber. Und zu denen gehöre ich und zu denen gehörst du. Ziemlich wahrscheinlich. Und wir können nicht immer nur über die Fehlleistungen in den… Also wir müssen über die Fehlleistungen des ORF, dieses Riesenkolosses reden, wo sie auftreten. Und das hier mag sein, dass du sagst, ja, für einen interessiert Film. Du bist bis jetzt dabei geblieben. Also ich nehme an, es interessiert dich der österreichische Film zu einem gewissen Grad. Lassen wir uns das sowas nicht durchgehen. Ich meine, ich habe ja als dieses Sommerkino, das Sommerkino war ja auch vorangekündigt, weil ich gesagt habe, so bis Mitte Mai, da war das Sommerkino angekündigt, da war die gesamte Filmliste, die hat sich dann ein bisschen geändert, aber im Großen und Ganzen war klar, es gibt diese zwei österreichischen Filme drin und der Rest ist nicht österreichischer Film und keine österreichischen Filmpremieren. Downton Abbey war zum Beispiel geplant, das haben sie dann wieder weggelassen.

Ich habe mir damals gedacht, das kann es nicht sein. Und dann habe ich mit der Presseabteilung des ORF Kontakt aufgenommen und dann hatte ich ein, wie soll ich sagen, ein nettes Gespräch mit einem Pressesprecher, aber der hat mir halt auch ein bisschen versucht, also der hat ein bisschen versucht, mich am Schmäh zu halten. Ja, also die Hermann Maier Star Challenge müssen Sie schon auch als Eigenproduktion sehen. Und Sie müssen schon sehen, was wir sonst alle so ausstrahlen. Und hier muss man jetzt ganz klar sagen, und ich möchte das wirklich, wirklich mit Nachdruck sagen, der ORF hat irrsinnig viel ausgestrahlt dieses Jahr. Ich habe es dieses Jahr so detailliert beobachtet wie noch nie. Und ich muss sagen, da ist Wirswick wirklich viel dabei. Aber das kann natürlich besser sein. Und wenn es darum geht, den österreichischen Film zu supporten, dann nehme ich auch diese Löwenposition ein und sage, so nicht. Das geht besser. Und ich habe auch aufgezeigt. Wie es besser gehen könnte, Indem ich gesagt habe, ihr habt 63 Folgen oder Filme gezeigt, dann teilt es anders auf. Ihr habt Filme neben die Montage programmiert, programmiert es doch am Montag. Ich wünsche mir, dass das nächstes Jahr wieder ist, dass das nächste Jahr gelingt, erstmals in der Geschichte, weil das hier zählt definitiv nicht. Und wenn ich am Ende im ORF-Jahresbericht oder so irgendwie sowas lesen muss, ich weiß es nicht. Ich meine, was soll ich schon tun? Ja, wie gesagt, ich bin irrelevant. Ist mir schon klar. Aber man muss darauf hinweisen und ich hoffe, dass ihr auch darauf hinweist. Und wenn ihr wen kennt im ORF, dann sagt ihr, hey, so geht das nicht. Und wenn ihr Publikumsrat seid, dann fragt es mal nach. Oder wenn ihr Stiftungsrat seid oder ihr einen Stiftungsrat kennt oder einen Publikumsrat kennt. Das darf einfach nicht sein. ohne Not was zu behaupten und dann nicht einzulösen. Und ich weiß nicht, wie ich das anders bezeichnen soll. Ein gebrochenes Versprechen, Minimum.

So, was machen wir jetzt? Naja, österreichische Filme schauen. Ich meine, der österreichische Film speziell, wie gesagt, Der Ausdruckpop-Film, Bist du weiteres unsterblich? Und auch der Stipsitz-Udler-Ding und so. Die haben ja gute Quoten. Und auch die Biester und auch andere Serien. Also es ist nicht so, dass die Quoten ja nicht da wären im Jahr 2025 und im Kontext von 2025, wo natürlich, wie soll ich sagen, Netflix und all diese Alternativanbieter da sind. Und ich kenne ja auch jetzt nur die Quoten von den Erstausstrahlungen und nicht die von den Mediatheken, was da dazukommt. Aber was mich ein bisschen, wie soll ich sagen, also ich würde gerne, dass wir das nächstes Jahr wieder haben. Und zwar wirklich. Und ich kenne jetzt das Programm zumindest von der ersten, der erste Montag. Und der erste Montag ist programmiert mit einer Serie. Einer österreichischen Serie. Und der einzige Unterschied, es ist vielleicht nicht exklusive Eigenproduktion. Es ist eine Koproduktion, aber sie ist leider schon woanders vorher gelaufen. Das mag dann vielleicht ganz streng genommen auch nicht in unser Muster fallen. Aber wie gesagt, noch oder hoffentlich auch nicht, wird dieses Versprechen nicht nochmal gegeben. Oder es wird anders gegeben. Wir zeigen österreichische Eigenproduktionen zum ersten Mal im ORF. Der ORF ist wichtig. Der ORF ist weiterhin auf allen Fernbedienungen im Land auf 1 und 2. Und am Montag schauen bis zu einer Million Leute den richtigen österreichischen Film. In dem Fall halt U-Lau-Verschwörung. Aber das ist das Potenzial, das immer noch da ist. Und wir alle, die uns für den USA interessieren, sollten genau hinschauen und wir sollten uns das anschauen und wir sollten uns bemühen und wir sollten die Verantwortlichen damit konfrontieren, dass sie eine Verantwortung haben. Gut, das war ein hitziger Rant. Eine Folge, die ich so nicht machen wollte. Ich sag’s nochmal. Ich hätte gerne gesagt, hey, Hermann Maier von Mürz und der Rest war super. Ist nicht passiert. Was ist deine Meinung? Alle Möglichkeiten, mir eine Meinung zukommen zu lassen, findest du in den Show Notes. Ich bedanke mich fürs Zuhören. Es war heute ein bisschen länger und ein bisschen emotionaler. Aber ich glaube, das ist auch einmal drin. Danke fürs Zuhören. Servus.


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1 Antwort

  1. Rodja sagt:

    Nicht an seinen Worten soll man ihn messen, sondern an seinen Sendungen!

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