Wie erfolgreich ist der ÖFilm? Teil 7 – Cannes
Zwei österreichische Filme sind 2026 im Wettbewerb von Cannes vertreten. Auch in den Nebenschienen findest du ÖFilme. Aber wie hat der heimische Film historisch an der Côte d’Azur abgeschnitten?
Immer wieder ist die Rede vom internationalen Erfolg des österreichischen Films. Er sei bei zahlreichen Festivals zu sehen und Preise gewinne er ständig. So oder so ähnlich. Hiermit versuchen wir einmal eine quantiative Messung. Teil 7 – Cannes
- Österreich wurde zweimal mit dem Hauptpreis – Goldene Palme – ausgezeichnet. Beide Male war es Michael Haneke (AMOUR und DAS WEISSE BAND). Preise der Hauptjury (Silber im Medaillenspiegel) gab es ebenfalls 2x für Haneke-Filme (CACHÉ, DIE KLAVIERSPIELERIN) und einmal für Jessica Hausners LITTLE JOE.
- Im „Medaillienspiegel“ ergibt das den 14. Platz unter 86 Nationen, die jemals zumindest einmal nominiert waren.
- In ÖFI-Referenzpunkten ergibt das 2,57 Mio** und jetzt nur mehr den 26. Platz von 86 Ländern
- Der Großteil der Länder aus der Vergleichsgruppe ist vor Österreich platziert.


Berücksichtigt sind alle Goldenen Palmen, Preise im Wettbewerb (der Hauptjury) und Auszeichnungen als bester Debütfilm, bester Dokumentarfilm, der Hauptpreis in der Schiene Un Certain Regard und die Teilnahme am Hauptwettbewerb.
Daten: https://www.festival-cannes.com/en/retrospective/; https://loeildor.scam.fr/en/the-winners/
* Tschechien und die Slowakei sind die einzigen Nationen, die sich Punkte teilen, wenn das nominierte Land die ehemalige Tschechoslowakei war.
** In der Grafik mit den roten Balken ist der Wert für bessere Lesbarkeit durch 100.000 dividiert
Alle Infos und Überlegungen zur Methode diese Analyse findest du im Beipackzettel Awards. Enthalten sind alle Daten exklusive der bevorstehenden Verleihung/Festivals. Nach den Filmfestspielen in Venedig wird es im September eine große, mit den 2026er-Ergebnissen aktualisierte, Detailanalyse geben.
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