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Pecunia non olet! Förderentscheidungen #2/2019

Geld stinkt nicht. Und schon gar nicht das vom Filmfonds Wien, der größten regionalen Filmförderung unseres Landes. Die ersten Entscheidungen für 2019 wurden getroffen und wir haben reingesehen.

2019 wollen wir euch regelmäßig informieren, wenn die großen Förderinstitutionen ihre Entscheidungen veröffentlichen. Wir werden nicht allzu sehr ins Detail gehen, wollen aber ein paar Highlights herausgreifen, Diskurs inspirieren und euch insgesamt einen kompakten Überblick geben. Alle Quellen und Dokumente sind verlinkt (siehe unten).

Wer hat was gefördert?

Der Filmfonds Wien ist mit 10,5 Mio. Euro dotiert und fördert Produktionen mit Wien-Fokus, sowohl mit Kultur- als auch als Wirtschaftsabsichten, um z.B. Beschäftigung zu erhalten. Dabei werden Kino- und Fernsehprojekte mit bedingt rückzahlbaren Zuschüssen bis zu 700.000 Euro gefördert. Diese müssen aber auch einen Kultur- und einen Brancheneffekt von mindestens 100% erzielen. Außerdem werden auch Verwertungsmaßnahmen sowie die Filminfrastruktur der Stadt (Kinos, Festivals, etc.) unterstützt. Details dazu in den Förderrichtlinien (Link siehe unten).

Beim ersten Sitzungstermin 2019 wurden Kinofilme gefördert. Sechs Filmprojekte erhielten Zusagen für eine Herstellungsförderung in der Gesamthöhe von mehr als 2,3 Mio Euro. Dazu kommen vier weitere Projektentwicklungsförderungen idHv 75.000.

Außerdem erhielten zwei Filme eine Unterstützung für ihre Verwertungsbemühungen bei der Berlinale (zusammen knapp 30.000) und vier andere Initiativen ihre Jahresförderung für 2019 (Strukturförderung) – insgesamt 315.000.

Welche Filme wurden gefördert?

Unter den sechs Herstellungsförderungen erging eine Zusage an einen Dokumentarfilm. „Wise Women“ von Nicole Scherg (153.000 Euro). Die geförterten Spielfilme sind der nächste Film von Veronika Franz und Serverin Fiala („Des Teufels Bad“, 555.000 Euro), „Große Freiheit“ von Sebastian Meise (270.000), „Hals über Kopf“ von Andreas Schmied (610.312), „Das schaurige Haus“ von Daniel Prochaska (500.000) und schließlich „Valeska“ von Jakob M. Erwa (300.000).

Wir empfehlen sich die Projektdaten (PDF) genauer anzusehen, die der Filmfonds Wien ebenso veröffentlicht. Darin sind die Anteile der Förderungen am Gesamtbudget ausgewiesen, was bedeutet, dass wir uns diese leicht ausrechnen können. Außerdem sind auch die Aufteilung mit internationalen Koproduzenten, Senderbeteiligungen und die %-Zahl des angenommenen Wiener-Filmbranchenffekts – also wie viel Geld der Förderung in Wien ausgegeben werden wird – enthalten.

Strukturelle Jahresförderungen erhielten die Diagonale (die ist in Graz, da fahren dann alle hin und geben dort Geld aus, aber OK), der Österreichische Filmpreis, die Austrian Film Commission und die Vienna Film Commission.

Was ist sonst noch erwähnenswert?

  • In der Jury, die über die Zusagen entscheid, saßen Roshanak Behesht Nedjad, Gabor Greiner, Nicole Kellerhals, Philipp Kreuzer, und Gerlinde Seitner.
  • Die geförderten Filmprojekte sind durchwegs an „junge“ Regisseur:nnen vergeben worden. Jung in dem Sinne, dass das jeweils ihr höchstens viertes Langfilmprojekt darstellt.

Links

Anmerkungen

  • Wir lassen Stoff- und Projektentwicklung bewusst aus, weil in diesem Stadium zu viele Filme scheitern. Reden wir dann darüber, wenn das Projekt so weit ist, eine Herstellungsförderung zu erhalten.
  • Auch die Aufschlüsselung der Gender-Verteilung könnt ihr selbst nachlesen. Ein einzelner Termin hat zu wenige Datenpunkte, um irgendeine echte Aussage zu haben. Aber natürlich schauen wir uns am Ende des Jahres das Gesamtbild an.

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