Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Zahlen zum Wochenende: Die bestbesuchten ÖFilme aller Zeiten

Nachdem wir uns den Filmen des Q1/2019 und dem historischen Schnitt von Kinofilmen seit 1982 gewidmet haben, beschließen wir diese kleine Zahlentheorie mit den besten der Besten. Den Top 30 Kinofilmen aller Zeiten.

Und hier gleich die erste Relativierung. Natürlich umfasst die Liste nicht ALLE Zeiten, sondern nur die Jahre seit der Gründung des Österreichischen Filminstituts (ÖFI) – also seit 1982.

Das ist insofern relevant, weil es in der Vergangenheit deutlich mehr Kinobesuche gab. Allerdings kam es speziell nach den 1950ern und mit dem Aufkommen des Fernsehens zu einem massiven Rückgang. Der hielt auch bis Ende der 1990er an und kumulierte im historischen Tiefststand von unter 10 Millionen im Jahr 1992. Danach stiegen die Kinobesuche wieder, kratzen Anfang der 2000er wieder an 20 Millionen und pendeln sich seit 2005 eigentlich jedes Jahr bei 14-17 Millionen ein.

Grafik: BFP, Daten: ÖFI (siehe unten)

Top 30

Wir haben uns aus einem einzigen, offensichtlichen Grund für die besten 30 und nicht die besten 20 oder 10 entschieden: Der 2019er-Hit „Love Machine“ – hört unseren Podcast! – schafft es da gerade noch rein. Nachdem diese Übersicht den dritten Teil einer Reihe ausgehend von den Q1/2019-Besuchen ist, wollten wir die 2019er-Filme nicht unberücksichtigt lassen.

Ziemlich spektakuläre Liste. Aber was steht da noch alles drinnen? (Alle folgenden Infos beziehen sich nur auf die Top 30 ohne „Love Machine“)

  • Die erfolgreichste Dekade sind die 2000er, mit 13/30 Filmen, vor den noch laufenden 2010ern mit 8/30.
  • Das erfolgreichste Jahr ist 2009 mit vier Filmen in den Top 30, danach folgen 1995 und 2008 mit jeweils drei. Das deckt sich auch mit unseren Erkenntnissen aus den vorherigen Texten, dass die Jahre 2008-2010 ziemlich gute ÖFilm-Jahre waren.
  • Die ebenfalls in den vorherigen Texten angesprochenen Teichmann-Jahre (seit 2004) umfassen mehr als die Hälfte (18)
  • In den Top 30 finden sich drei Dokumentarfilme auf den Plätzen 15,16, und 19.
  • Harald Sicheritz ist mit insgesamt fünf Filmen der „Beste“, Wolfgang Murnberger mit den vier Wolf Haas-Verfilmungen ebenfalls gut dabei. A. Prochaska, S. Ruzowitzky, Reinhard Schwabenitzky und Erwin Wagenhofer sind mit jeweils zwei Filmen auch mehrfach vertreten – Wagenhofer sogar mit zwei Dokumentarfilmen.
  • Ebenfalls finden sich zwei Filme mit Regisseurin unter den Top 30 – Sherry Hormanns „Wüstenblume“ auf Platz 18 und Barbara Gräftners „Echte Wiener“-Fortsetzung auf Platz 25.

Die Jahresangaben beziehen sich auf den Starttermin. Natürlich können Filme einen große Teil ihrer Besuche im nächsten Jahr verbucht haben. (Fast) Alle Zahlen stammen vom ÖFI. Einige Anmerkungen zu diesen Zahlen findet ihr im ersten Artikel der Reihe, denn wir müssen bei der Interpretation der Zahlen einige „aber“ mitdenken. Für einen schnellen Überblick sind sie aber jedenfalls gut genug.

Habt ihr Korrekturen, Feedback oder Meinungen zu den Zahlen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns via Kontaktformular. Auf dieser Seite findet ihr außerdem alle anderen Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten (Email, Twitter, Facebook). Wir freuen uns, von euch zu hören.

Links & Quellen

Gib den ersten Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.